Brände in den Alpentunnels Mont Blanc, Tauern und dem Gotthard haben die Öffentlichkeit tief schockiert und die Behörden zur Bildung zahlreicher Task Forces und Massnahmen veranlasst.
Ebenfalls beschäftigten sich Gremien aus der Feuerwehr mit diesem brisanten Thema. So wurden grosse, mobile Tunnellüfter in Auftrag gegeben, die bei Feuerwehren in der Nähe von längeren Tunnels stationiert werden. Mit diesen Tunnellüftern soll bei einem allfälligen Brand die Hitze, aber auch die giftigen Brandgase aus dem Tunnel ventiliert werden. Brände in Tunnels sind auch für die Feuerwehr höchst anspruchsvoll. Enorme Temperaturen, Rauch und Hindernisse wie abgestellte Fahrzeuge erschweren den Einsatz erheblich. Um im Einsatz überhaupt bestehen zu können sind die betroffenen Feuerwehren mit speziellen Atemschutzgeräten ausgerüstet die eine Einsatzzeit bis zu vier Stunden erlauben. Trotz verbesserter Ausrüstung kommen die Einsatzkräfte bei Tunnelbränden auch an ihre Grenzen, deshalb muss ebenfalls grosses Gewicht der Prävention beigemessen werden. Feuer– und rauchsichere Fluchtwege, Entrauchungssysteme und Brandfrüherkennungstechnik sowie bessere Markierung der Fluchtwege müssen in künftigen Bauprojekten mehr Beachtung finden und in bestehenden Tunnels so gut als möglich nachgerüstet werden. Damit es in Zukunft zu möglichst wenig Gefahrensituationen kommt, hier ein paar Tipps zur sicheren Durchfahrt von Tunnelanlagen:

Beachten Sie die Tunnellänge am Tunnelportal und prüfen Sie Ihre Benzinanzeige

Fahren Sie nur mit Abblendlicht und schalten Sie Ihr Radio auf die angegebene Frequenz, hier werden Sie bei Störungen im Tunnel informiert.

Sicherheitsabstand auf den vorderen Wagen min. 2 Sekunden und halten Sie sich an die vorgegebene Höchstgeschwindigkeit.

Verzichten Sie auf das Rauchen und halten Sie nur in absoluten Notfällen.

Bei Stau
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Warnblinker einschalten, genügend Sicherheitsabstand zum vorderen Fahrzeug lassen
– Motor abstellen
– Radio einschalten
– Im Fahrraum nicht wenden und Fahrzeug nicht verlassen.

Bei Panne:
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Wenn möglich in eine Nische einfahren, sonst ganz rechts am Bordstein halten
– Warnblinker einschalten
– Die nächste SOS-Station aufsuchen, Hilfe anfordern und auf den Entpannungsdienst warten

Bei Unfall:
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In sicherem Abstand anhalten.
– Warnblinker einschalten, Zündschlüssel stecken lassen.
– Bei nächster SOS-Station Zentrale alarmieren und wenn nötig erste Hilfe leisten

Bei Feuer:
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Bei jedem SOS- Telefon befindet sich ein Handfeuerlöscher
– Bei starker Rauchentwicklung: Motor abstellen, Warnblinker einschalten und Zündschlüssel stecken lassen. Wenn möglich Tunnel verlassen sonst Schutzraum aufsuchen oder Fluchtweg benutzen.
– Im Schutzraum Zentrale alarmieren und auf weitere Anweisungen warten.