Die eigene Sicherheit der Einsatzkräfte hat bei jedem Feuerwehreinsatz oberste Priorität und bildet die Grundlage für jede Aktion der Feuerwehr. Bei Einsätzen kann es vorkommen, dass in unmittelbarer Umgebung gefährliche Stoffe vorhanden sind oder explosionsfähige Dämpfe entstehen können, etwa bei auslaufendem Treibstoff aus einem Unfallfahrzeug oder bei einem Leck in einer Gasleitung in einem Gebäude. Damit sich die Feuerwehrleute bei einem solchen Vorfall nicht in Gefahr begeben, können sie mit dem Multiwarngerät (Bild) die Explosionsfähigkeit der vorhandenen Dämpfe messen.

Eine Explosion kann nur dann entstehen, wenn das Verhältnis zwischen gefährlichem Stoff (z.B. Benzin oder Propangas) und Sauerstoff stimmt. Ist die Konzentration des gefährlichen Stoffes zu schwach oder zu stark, kann keine Explosion erfolgen. Die explosionsfähige Atmosphäre liegt zwischen der unteren Explosionsgrenze (UEG) und der oberen Explosionsgrenze (OEG).

Stellt die Feuerwehr eine explosionsfähige Stoffkonzentration fest oder eine Konzentration, die noch explosionsfähig werden könnte (z.B. durch die plötzliche Zugabe von Sauerstoff), leitet sie sofort die nötigen Sicherheitsmassnahmen ein.

Das Multiwarngerät kann noch mehr, als nur die Explosionsfähigkeit eines Gasgemisches feststellen. Es zeigt der Feuerwehr auch an, wenn sich in einem Bereich zu wenig Sauerstoff befindet. Die Feuerwehrangehörigen können sich in einem solchen Fall mit Atemschutzgeräten vor einem allfälligen Sauerstoffmangel schützen.