Vielleicht haben Sie sich während einer Liftfahrt schon einmal vorgestellt was passieren würde, wenn jetzt der Lift stecken bliebe. Sie würden sicher den Alarmknopf betätigen, der je nach Lifttyp eine Klingel ertönen lässt. Sich in der Nähe befindliche Personen würden so auf Ihre Notlage aufmerksam gemacht. In den meisten Liftkabinen werden Sie heute nach Auslösen des Alarms, mit einer rund um die Uhr besetzten Zentrale verbunden werden. Meistens wird von dieser Zentrale sofort ein Servicemonteur aufgeboten der Sie aus der unangenehmen Notlage befreit. Oftmals wird aber die Feuerwehr von den Nachbarn oder mittels Natel durch die eingeschlossene Person selbst aufgeboten.

Der anrückende Feuerwehr-Trupp teilt sich in zwei Gruppen. Gruppe 1 sucht nun den Maschinenraum der sich entweder im Keller oder im Dachaufbau befinden kann, Gruppe 2 versucht festzustellen in welchem Stockwerk sich die steckengebliebe Liftkabine befindet. Während die Gruppe 2 die Fahrgäste beruhigt und informiert, schaltet die Gruppe 1 im Motorenraum den Liftmotor stromlos. Da in den meisten Fällen das Gegengewicht schwerer berechnet wurde als die mit Personen besetzte Liftkabine, kann diese nun ohne Kraftaufwand mittels gezieltem lösen der Liftbremse in das nächst höhergelegene Stockwerk manövriert werden. Die eingeschlossenen Personen können dann befreit werden.

Moderne Aufzugsanlagen verfügen über keinen Maschinenraum mehr. Die Feuerwehr kann die Liftkabine mittels einer Notfallsteuerung bewegen, welche auch bei Stromausfall funktioniert.
Um mit den neusten technischen Entwicklungen im Bereich der Aufzugsanlagen vertraut zu bleiben, haben sich die Kaderangehörigen der Feuerwehr Opfikon im Herbst 2013 zusammen mit der Firma Schindler zum Thema Liftrettung weitergebildet. Dabei wurde die Liftrettung an drei verschiedenen Typen von Aufzügen trainiert.

Und falls Sie selber einmal im Lift stecken bleiben sollten: Ruhe bewahren und alarmieren. Ob mit Ruftaste oder Handy.