Sicher wissen Sie, dass Feuer heiß ist und dass es eine zerstörerische Macht hat, wenn es außer Kontrolle gerät. Aber was genau ist eigentlich Feuer? Das Feuer wurde bereits seit Jahrtausenden genutzt bevor es Forschern im 18. Jahrhundert gelang, die chemische Zusammensetzung des Feuers genau zu deuten. Bei jeder Verbrennung wird sehr viel Energie freigesetzt. Jeder Brennstoff hat vor der chemischen Reaktion sehr viel mehr Energie als seine anorganischen Rückstände (Asche). Jeder weiß, dass es einfacher ist ein Stück Holz anzuzünden, als die Asche oder die nicht ganz verbrannten Überreste. Eine Aktivierungsenergie, also z.B. ein Streichholz, ist notwendig um ein Feuer anzuzünden. Die Flamme lässt Moleküle verdampfen und dann zerbrechen, das Pyrolysieren. Die Fragmente reagieren mit Sauerstoff oder greifen Kohlenstoffketten an. Das Feuer kann sich dadurch selbsterhalten, denn immer wenn eine neue Verbindung entsteht, wird so viel Energie freigesetzt, dass ein weiteres Molekül zerbricht. Die Hitze die man spürt ist also nichts anderes als die Energie, die dabei entweicht. Flammen sind glühende Gase und Russ. Das orangegelbe Licht der Flamme sind auf 1200°C erhitzte Kohlenstoffpartikel, während die blaue Flamme Molekülfragmente sind, die bis 1800°C heiß werden können. Jedes Feuer kann aber nur entstehen, wenn die Elemente Sauerstoff, Brennstoff und Temperatur vorhanden sind. Fehlt ein Element ist es unmöglich ein Feuer zu entfachen. Diese Tatsache nutzt man, um ein bereits entfachtes Feuer zu löschen. Man entzieht ihm je nach Art des Feuers die Wärme, den Brennstoff oder den Sauerstoff. Es kann auch nicht generell gesagt werden, dass durch den Entzug von z.B. Wärme ein Feuer gelöscht werden kann. Brennendes Oel mit Wasser zu kühlen bewirkt eher das Gegenteil. Die richtige Lösung hier ist dem Feuer den Sauerstoff zu entziehen, also es zu ersticken.