Mindestens einmal im Jahr wird eine größere Einsatzübung unter realistischen Bedingungen angelegt. Solche Übungen sollen die Möglichkeit bieten, dass die Einsatztaktik der eingesetzten Organisationen wieder einmal 1:1 überprüft werden kann. Die Mannschaft hat Gelegenheit ihr Können unter Beweis zu stellen und materielle Probleme werden aufgedeckt. Am 22. Juni war die Stützpunktfeuerwehr Opfikon beteiligt an einer Übung in der Tankanlage Rümlang. Angenommen wurde, dass im Bereich der Umfüllanlage ein Zisternenwagen in Brand geriet. Das Feuer griff auf einen der Tanks mit 16 Millionen Litern Treibstoff über. Bei einem solchen Szenario müssen in erster Priorität die umliegenden Tanks massiv gekühlt werden, um ein weiteres übergreifen des Feuers zu verhindern. Schnell stellte sich heraus, dass das Hydrantennetz in der Tankanlage, für ein solches Ausmaß an benötigtem Kühlwasser nicht ausreichte. Der Entschluss der Einsatzleitung, genügend Wasser aus der Glatt auf den Platz zu bringen, hatte ein weiteres Aufgebot an Einsatzkräften zur Folge. Das Ansaugen aus der Glatt übernahm die Stützpunktfeuerwehr Kloten mit Unterstützung des Schlauchauslegefahrzeuges der Berufsfeuerwehr Zürich, die Berufsfeuerwehr des Flughafens nahm den Löschcontainer in Betrieb. Von der Glatt her wurde das Wasser in zwei 25’000 Liter Sammelbecken gepumpt um es von hier aus weiter zum Brandgeschehen führen zu können.
Die Feuerwehr Opfikon hatte einerseits die Aufgabe, das Wasser von den Sammelbecken zu den Wassermonitoren zu führen und anderseits musste die Verkehrsabteilung die Flughofstrasse sperren und vom Verkehr freihalten. Rund zwei Stunden nach Alarmauslösung konnte die Übung abgebrochen werden, die Tanks waren ausreichend gekühlt worden. Nach einer ersten Bilanz des anwesenden Controlling Team der kantonalen Feuerwehr, konnten die 160 Frauen und Männer der beteiligten Organisationen zum gemütlicheren Teil übergehen. Unweit von Geschehen wartete das Verpflegungs – Team der Feuerwehr Rümlang mit Grillhähnchen und Bratwürsten auf die Einsatzkräfte.