Chemische Stoffe sind in unserer Welt heute unentbehrlich. Sie können jedoch auch gefährlich werden für Mensch und Umwelt. Beispielsweise, wenn ein Lager- oder Transportbehälter beschädigt ist. Die Palette der chemischen Stoffe ist riesig und je nach Eigenschaften und Menge sind sie unterschiedlich gefährlich. Damit die Feuerwehr bei Gefahrengut-Transporten schnell weiss, um welchen Stoff es sich handelt und wie gefährlich dieser ist, sind Transportbehälter auf Strasse und Schiene mit orangen Gefahrentafeln gekennzeichnet. Benzin beispielsweise ist auf der Gefahrentafel (Bild unten) mit der Gefahrennummer 33 (= leicht entzündlicher, flüssiger Stoff; Flammpunkt unter 20°C) und Stoffnummer (UN-Nummer) 1203 (= Benzin) gekennzeichnet. Pro Stoff gibt es eine eigene Nummer, Gefahrennummern gibt es dagegen deutlich weniger und sie sind aus den Gefahrenklassen abzuleiten.

Feuerwehreinsätze in Zusammenhang mit chemischen Stoffen bezeichnet man auch als Chemiewehr-Einsätze. Sie zählen zu den so genannten ABC-Einsätzen. ABC meint in diesem Zusammenhang die Gefährdung durch atomare (A), biologische (B) oder chemische (C) Stoffe.

Die kantonale Gesetzgebung schreibt vor, dass bei einem ABC-Ereignis jede Feuerwehr im Kanton Zürich Sofortmassnahmen zu treffen hat. Zu diesen Massnahmen zählen beispielsweise die Rettung von Menschen oder das Absperren eines Gefahrenbereiches. Für die Bewältigung eines grossen ABC-Ereignisses wird eine von vier speziellen Stützpunktfeuerwehren im Kanton Zürich aufgeboten. Die Feuerwehrleute in Opfikon werden dabei durch die Kollegen der Berufsfeuerwehr Zürich (Schutz & Rettung) unterstützt. Kleinere ABC-Einsätzen, beispielsweise aus einem Fahrzeug ausfliessender Treibstoff oder Mineralölprodukte, welche in die Glatt gelangt sind, werden durch die Feuerwehr Opfikon bearbeitet. Dazu verfügt auch die Feuerwehr Opfikon über diverses Material, um Behälter oder Abflüsse abzudichten, Gefahrenstoffe aufzufangen oder zu binden, Messungen durchzuführen oder Absperrungen zu erstellen.